Kreisliga: Sauwald 3 - Schach am Attersee 1

9. Runde: Heimspiel am 22. 2. 2015: der Tabellenführer zu Gast in Taufkirchen...

Der Plan war klar, da muss ich euch keine Details erklären.

Brett 1: BERNHARD ENDTMAYER holt gegen Bernhard Ablinger den vollen Punkt durch Mattsetzung im 35.

Brett 2: W. BENEDIKT KURAN lehnt gegen Kyrill Krajoski - wie gewohnt - das Remisangebot ab: diesmal war die Stellungsbeurteilung ok: einerseits führte sie zum Anbot, anderseits zur Ablehnung. Nach dem 21. Zug kam in schlechter werdender Zeit OPTIMISMUS als Störfaktor dazu, die Komplikationen wurden nach vermeintlich unvermeidbarem Figurengewinn - oder die gegnerische Dame bekommt Platzangst...- urplötzlich unübersichtlich. Gelegentlich sollte ich in solchen Situationen halt doch "den naheliegendsten Zug" ausführen. Ritsch, ratsch und MEINE Dame hatte plötzlich kein Feld mehr, na ja: auch am 2. Brett Matt im 35. und wieder setzte Schwarz. 1:1

Brett 3: LUTSCHER JOSEF MAIER behielt gegen Daniel Pucher den Überblick, uns vom "unvermeidlichen" Remis zu überzeugen gelang ihm dennoch nicht überzeugend: der schwarz-schwarze Benoniläufer hatte "Sorge", dem beidfärbigen Weißspringer niemals mehr abtrotzen zu können zu sollen zu wollen zu werden: in dieser MISERE war also REMIIIS das logische Ergebnis: 1 1/2 zu 1 1/2.

Mein Geheimplan war - jetzt kann ich's ja verraten: auf den anderen drei Brettern punkten wir deutlich besser.

Brett 4: REGINA HEYNE war fest entschlossen zur striktesten REMIIIISvermeidung. Es waren erst wenige Züge am Formular vermerkt (keine 10), als Regina von einem Angriff überrascht wurde. Unsere Regina hielt gegen Mannschaftsführer Rudolf Kroiss tapfer stand, musste aber, um die Federn zu retten, viel Zeit auf der Strecke lassen. Vor dem 40. wäre manches Bedenkenswerte am Brett zu überlegen gewesen, so beendete aber der 37. das Spiel zu SAUWALDs Ungunsten: 1 1/2 : 2 1/2.

Brett 5: HELMUT BITTNER warf einige Bauern in die Schlacht, sein Remisangebot (im 10.!) wurde vorerst dankend abgelehnt. Als Heli dann aber von Alexander Schobesberger eine Figur chirurgisch sauber entfernt hatte, war die Stellung in ausreichendem Ungleichgewicht, sodass die Kontrahenten sich zur Beruhigung der Lage auf ein REMIS verständigen konnten: 2 : 3.

Brett 6: WILLI FRISCH war gesundheitlich nicht ganz auf der Höhe, schachlich hatte er aber alle Tassen im Schrank - mehr als wir im Sportzentrum noch in Reserve hatten, denn es spielten ja gleichzeitig SAUWALD 5 und SAUWALD 6 mit uns ihre abschließenden Heimspiele - und so nahm er klarsichtig gegen Helmut Anderlik das Remis mit nach Hause. Ich muss aber korrekterweise anmerken: Willi beendete seine Partie zu einem Zeitpunkt, als die anderen 10 noch kämpften: Der Wettkampf endete somit 2 1/2 zu 3 1/2 und Schach am Attersee 1 liegt nun mit Haag/Hausruck 1 punktegleich in Führung. SAUWALD 3 kann - derzeit an dritter Stelle liegend - in der Schlussrunde also vielleicht entscheidend in den Kampf um den Meistertitel eingreifen, jedenfalls haben wir noch ein Wörtchen mitzureden.

Als Trainingsthema nehmen wir uns vorerst einmal vor: "WIE remisiere ich (ich doch nicht) RICHTIG?" LG Benedikt

 


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