SAUWALD 1 in St. Veit/Kärnten

Bilder zu diesem Wochenende findet man in unserer Bildgalerie und bei Peter Kranzl.

1. 3. 2015: 8. Runde: Maria Saal II : SAUWALD 1: Bei der Spitzenpaarung (!) der Bundesliga Mitte kam es zum erwartet harten Wettkampf...

 

Heute beendete Alois Hellmayr als unser erster nach etwa 2 1/2 Stunden am Brett 5 sein Spiel: in einer nicht unproblematischen Partie gegen den "jungen" Georg Halvax konnte Alois den aufkommenden Druck unter Kontrolle halten: Remis!

Dann mussten wir warten, bis die Zeitnotphase zum 40. Zug hin deutliche Verschärfungen erbrachte: Didi segelte heute mit einem weiteren Katalanisch-Versuch in etwas ruhigere Gewässer und erreichte ein weiteres Remis gegen den ebenfalls "jungen" Daniel Hartl. Heute musste Didi dafür nicht so "leiden" wie gestern...

Am Brett 4 hatte Basti Testor das - besonders in der Bundesliga - seltene Vergnügen, zum dritten Mal hintereinander am "Damenbrett" spielen zu dürfen: Jovana Vojinovic, eine weibliche Großmeisterin, forderte ihn voll, und sie konnte in der Zeitnot in schwieriger Stellung den Überblick bewahren. Basti erreichte zwar das "rettende Ufer des 40.". Nachdem sich aber die Wogen etwas geglättet hatten, musste er erkennen, dass er doch "Schiffbruch" erlitten hatte... 2 : 1 für Maria Saal.

Mario Taggatz war am Brett 6 gegen Robert Rieger - auch der ein Edelstein aus der "Kärnter Kaderschmiede" - lange Zeit zu Recht zuversichtlich. Dann fand er aber eine Läufer-b5(sic?)- Fortsetzung nicht, mit der er super gestanden wäre, stattdessen opferte er im Zentrum "vorübergehend" eine Qualität, übersah dabei den Gegenzwischenzug Ld6, die Lage spitzte sich sehr schnell ungut zu, und als der König zur Flucht in die Brettmitte gezwungen wurde, sah sich Mario angesichts einer einfachen Mattdrohung rasch veranlasst, in diesem Fall den Versuch einer vorläufigen "Rettungsuferaktion (40. ...) auf offener See abzubrechen und schaltete stattdessen auf das andere Spiel um: Schifferl-Versenken...Treffer! 3 : 1.

Vorne hatte Pit gegen den amtierenden Österreichischen Meister sein Spiel mit den Schwarzen auf Unentschieden hin angelegt, dieses zu erreichen war zum aktuellen Zeitpunkt allerdings noch ein hartes Stück Arbeit. Damit war schon einmal klar, dass das Primärziel nicht erreicht werden konnte.

Am Brett 2 zeigte Christoph Renner, dass auch in der Bundesliga mit dem Abzählen der am Brett verbliebenen Offiziere die Stellungsbewertung noch nicht abgeschlossen werden sollte. Einen ganzen Turm und zeitweise zusätzlich einen weiteren Läufer im Rückstand gegen GM Marko Tratar, und doch mussten sich erst noch die Rauchschwaden des schweren Gefechts lichten, damit endgültig klar wurde: weil nun nicht Turm und Läufer gleichzeitig geschlagen werden können, ist es besser aufzugeben, um sich nicht auch noch das nunmehr einfache Matt zeigen lassen zu müssen. Schade, aber diese Partie war wieder "das Eintrittsgeld wert". 4 : 1.

Der Spielsaal begann sich bereits zu leeren... als hätte Peter Schmidt den gestrigen Bericht gelesen, und als wolle er sich nicht lumpen lassen: die letzte Partie der Bundeliga Mitte wurde an unserem Spitzenbrett ausgefochten: der investierte Bauer war zeitweise zurückerobert und neuerlich investiert worden... ein ziemlich schmaler  Grat, aber letztlich erspiele Pit das angepeilte Remis gegen Mario Schachinger doch recht souverän. Nun konnte noch direkt am Brett analysiert werden, ob es nicht da oder dort doch eine bessere Fortsetzung für Weiß gegeben hätte, aber Pit fand stets ein ausreichendes Gegengift zur Neutralisation.... Ein schöner Ausklang eines auf hohem Niveau und sehr fair geführten intellektuellen Duells.

Maria Saal II durfte sich also über die angekündigte Sahne freuen: Tabellenführung verteidigt, und Maria Saal I konnte wenig später auch in der ersten Bundesliga einen Sieg verbuchen: Tabellenführer Jenbach geschlagen: Bravo!

SAUWALD 1 darf dennoch mit dem "Dreier-Wochenende" in St. Veit sehr zufrieden sein: Der Platz an der Sonne (= Rang 2 in der Bundesliga Mitte hinter Maria Saal II, das ja nicht aufsteigen kann...) konnte nicht nur gehalten werden. Es wurde sogar der Vorsprung auf die Verfolger etwas vergrößert...: Gleisdorf und Ansfelden liegen mit je 10 nun 3 Mannschaftspunkte hinter SAUWALD 1 zurück, Steyregg bleibt bei 9.

Kampf gegen den Abstieg: Als Hinweis darauf, dass mein gestriger Bericht (Motto: "so leicht war das aber nicht gegen das Schlusslicht...") keine leichtfertige Übertreibung war, kann gewertet werden, dass es Straßenbahn Graz heute gelang, St. Valentin eine bittere Schlappe zu verpassen:
4 1/2 : 1 1/2. Die ersten 2 Mannschaftspunkte sind nicht viel, aber der Hoffnungsstrohhalm ist geschmeidiger geworden.

Auf den Plätzen 9, 10 und 11 finden wir nun mit je 5 Punkten: U. Hartkirchen, Die Klagenfurter und U. Styria Graz. St. Valentin ist mit 6 deutlich "noch nicht durch", während Ansfelden an diesem Wochenende mit perfekten 6 aus 6 die Zweifler schon mundtot gemacht hat.

Bei uns folgte auf eine trübe Heimfahrt ein schöner Ausklang beim Bauböck in Andorf, weil unser Stammwirt z'Waging Mostkost angesagt hatte. Wir freuen uns aber schon heute auf die Nachfeiern zum Abschluss der besten SAUWALD-Saison aller Zeiten! LG Benedikt  

 

28. 2. 2015: 7. Runde: Straßenbahn Graz - SAUWALD 1:  Fortsetzung des Sauwaldmärchens 2014/2015!

Die Samstagrunde bringt einen weiteren Erfolg: 1 1/2 : 4 1/2 = 13 Punkte aus 7 Runden! Lutschers Marschroute fortgesetzt!

Heute kam es zur Begegnung mit dem Tabellenschlusslicht, aber - Freunde - lasst euch sagen: leicht haben sie es uns nicht gemacht.

Am Brett 1 holte Peter Schmidt einen weiteren vollen Punkt: mit scheinbar mühelos vorgetragenem Spiel beendete Pit seine Partie als einer der ersten im Spielsaal - hier spielen ja 1. Bundesliga und Bundesliga Mitte gemeinsam mit der Frauenbundesliga...

Am anderen Ende unserer Mannschaft ließ Mario Taggatz auch keinen Zweifel an seiner Stellungsbewertung aufkommen, dennoch war auch hier konzentriertes Durchhalten der aufgebauten Spannung notwendig, um die Ernte einbringen zu können. Das dauerte schon ein Weilchen länger...

Beim Stand von 2 : 0 für SAUWALD 1 beriet sich Alois Hellmayr kurz mit Mannschaftsführer Lutscher über ein im Raum stehendes Remisangebot... und spielte nach der Auskunft: "Bitte durchhalten, wir wollen lieber noch abwarten, ob Christoph am Brett 2 die Sache klarmachen kann..." solide weiter.

Brett 2: Christoph Renner ... konnte sich die Sache wahrscheinlich einfacher machen, aber der erspielte Vorteil entglitt nie ganz. Abtauschen brachte eine Klärung der Situation: von einem riesigen Bauernzentrum war ein dominanter c7 übrig geblieben, der die verbliebene gegnerische Dame praktisch vollständig lähmte... na ja, als sich auch noch Christophs König zum finalen Angriff in Bewegung setzte, machte schließlich das Gegenspiel keinen Spass mehr: Wie gestern schon hieß es: dritter voller D-Punkt! Brav, brav! Die Ösis nahmen's mit freudiger Gelassenheit zur Kenntnis und...

Brett 5: Alois Hellmayr brachte mit seinem Remis den Mannschaftssieg ins Trockene, Brett 4: Basti Testor war in minimal besserer Stellung nun auch leicht zur Punkteteilung überredbar: Alles wie schon gestern gehabt (abgesehen von der exakten Reihenfolge): 4 zu 1: Plan vorerst erfüllt...nur

Brett 3: Didi arbeitete noch an der Verbesserung der Zweitwertung. Er hatte in seiner Partie vorerst einmal das Gröbste zu überstehen. Das gelang mit Mühen, aber im verständlichen Spannungsabfall passierte ein Hoppala, und schon zeigte der Schimmel-Üha - Bernhard und Ko können euch daheim erklären, um welche biologische Besonderheit es sich hierbei handelt: eine nicht und nicht vom Aussterben bedrohte Schachtierart der besonders roten Liste - wie groß unseres Obmanns Schachleidensfähigkeit ist: aber Didi hielt eisern durch, nachdem er den ersten Spontanimpuls unterdrücken konnte: der sagte nämlich leise: "gib einfach auf, hihi ein ÜhaÜha...". Sehr lange war nicht klar, ab Didis Mühen belohnt werden würden, die Stellung war ständig an der Kippe, aber irgendwie gelang es doch, die Angriffsideen zu untergraben, der 40. wurde überstanden und weiter... und weiter... und weiter: Im Schwerfigurenendspiel war das Minusbauernproblem schließlich auf einen zarten verbliebenen Damenflügelrandbauern in Brettmitte geschrumpft und schließlich war auch Didis Gegner überzeugt davon, dass  weiterer Angriff zwecklos sei... ein Remis erschmerzt: braver Obmann!

UND DIE ANDEREN? Tabellenführer Maria Saal behielt die reine Weste: 14 aus 7 Runden! Tabellendritter und SAUWALD-Verfolger Steyregg (9) mit 4 : 2 auf Distanz gehalten. Aber weder Fürstenfeld (8) gegen Hartkirchen (2 1/2 : 3 1/2), noch Gleisdorf (8) gegen Ansfelden (2 : 4) - sie halten nach zwei erfolgreichen Tagen nun ebenfalls bei 8 Punkten - konnten die Drittplatzierten überholen...

Am Tabellenende finden wir nach 7 Runden: weiterhin Straßenbahn Graz (0), Die Klagenfurter (3) und dann im Paket: Schachfreunde Graz, Hartkirchen und Styria Graz mit je 5 Mannschaftspunkten. St. Valentin gelang heute immerhin ein 3 : 3 gegen die Schachfreunde Graz, mit 6 Punkten sind sie aber der Abstiegszone noch nicht klar entronnen...

Morgen SONNTAG, 1. März: St. Valentin wird gegen das Schlusslicht Straßenbahn Graz das Beste versuchen, und wir sind neugierig: Wie wird die Sache an der Tabellenspitze laufen? Maria Saal gegen SAUWALD 1: Für heute freuen wir uns erst einmal darüber: SAUWALD 1 ist nach 7 Runden VOLL DABEI! Die Detailplanung? Lutschers Pläne sind klar, aber: gelingt es den Kärntnern aus Maria Saal, abzurahmen? Oder tauschen die "Deusis" mit den "Ösis"? Oder bleibt doch alles beim Alten? Maria Saal II kann jedenfalls nicht aufsteigen...Zwinkernd LG Benedikt

Der Auftakt zum Block 6./7./8. Runde ist geglückt:

27. 2. 2015: 6. Runde: SAUWALD 1 - Schachfreunde Graz: 4 : 2 = 11 Punkte aus 6 Runden: toll!

Unsere deutschen Freunde geben zurück, was wir gelegentlich in Passau "investieren": 3 ganze Punkte! Super! "Wir Ösis" holen zwei Halbe und gehen das vermutlich mit ebensolchen nachfeiern. Obmann Didi wird seine Schlappe unter diesen Umständen verschmerzen können, er bleibt auch bei der Nachfeier bei 0%-igem, aber mit Freude!

Tabellenführer Maria Saal bleibt souverän (12 aus 6 Runden), wenngleich knapp gegen St. Valentin (3 1/2 : 2 1/2)

Die Verfolger aus Fürstenfeld lassen gegen Ansfelden Federn (3 1/2 für OÖ!), damit neu auf Rang 3: Steyregg mit 9 aus 12, da sie gegen Schlusslicht Straßenbahn Graz klar obsiegen (5 : 1).

Die Plätze "um den Abstieg": Straßenbahn Graz hält immer noch bei 0, davor liegen Klagenfurter, Styria Graz und Aufsteiger Hartkirchen gleich auf mit je 3 aus 12, Schachfreunde Graz halten mit 4 derzeit Rang 8. St. Valentin hat 5 und Ansfelden nunmehr 6...

Morgen geht es für unsere SAUWALD 1 weiter gegen Schlusslicht Straßenbahn, am Sonntag folgt dann das Duell gegen Tabellenführer Maria Saal 2: kalt warm! Wir sind dabei! LG Benedikt