2.Bundesliga Runde 8 - Entscheidung vertagt.

In Runde 8 haben wir wiederum fast gewonnen. Aber eigentlich haben wir auch fast verloren. Also ist das 3:3 Unentschieden durchaus in Ordnung.

Wir haben dieses Wochenende den Klassenerhalt noch nicht gesichert, aber wir haben uns eine gute Ausgangsposition dafür geschaffen. Die Platzierung ist zwar nicht mehr so schmeichelhaft wie vor dem Wochenende, aber bei dem dicht gedrängten Feld macht das nicht viel Unterschied, und die Gegner waren dieses Wochenende sicher stärker als sie am Schlusswochenende sein werden.

Insgesamt war das Wochenende eine spannende Achterbahnfahrt, und auch am Sonntag gab es noch so manche Höhen und Tiefen. Auf allen 6 Brettern wurde bis zum Umfallen gekämpft. Da gab es keine Großmeister-Remisen. Jeder halbe Punkt musste schwer erkämpft werden, und es war durchaus nichts Ungewöhnliches, wenn wir die Letzten im Turniersaal waren.

Besonders beeindruckend war am Sonntag die Leistung von Sebastian Testor, mit der er ein als verloren eingeschätztes Läuferendspiel doch noch ins Remis retten konnte. Wann immer wir schlecht stehende Endspiele halten müssen, wünsche ich mir Basti ans Brett. Seine wissenschaftlich präzise Endspielführung beeindruckt mich immer wieder.

Ausgesprochen zäh hat sich auch Alois Hellmayr verteidigt. Mit den schwarzen Steinen gegen einen deutlich elo-stärkeren Gegner ist das durchaus keine Selbstverständlichkeit. Aber Alois erfreut uns immer wieder mit seinen unglaublich stabilen Leistungen.

Peter Schmidt steuerte ebenfalls ein Remis zum Gesamtergebnis bei. Doch hier war es sein Gegner, der um das Remis kämpfen musste. Peter versuchte lange Zeit und zum Teil unter erheblichen Risiken die Partie zu gewinnen, doch sein Gegner konnte dies verhindern.

Meine Partie endete leider auch in einem Remis, über welches ich mich unter anderen Umständen sicher gefreut hätte, aber in dieser Partie hätte ich eigentlich gewinnen müssen. Doch die Kunst der Verteidigung ist auch in Graz wohl bekannt.

Peter Niederwieser hatte bereits in den Partien am Freitag und Samstag etwas glücklos remisiert, doch heute verließ ihn das Glück gänzlich und sein Gegner entführte den so wichtigen ganzen Punkt in die Steiermark.

Welch ein Glück, dass wir da noch Christoph Renner als Trumpf im Ärmel hatten. Christoph spielte auch heute wieder eine sehr gute Partie. Er opferte die Dame für Turm Leichtfigur und Bauer und führte seine Partie zum einzigen Sieg und sicherte uns damit das Mannschafts-Unentschieden.

Mario unterstützte derweil unseren Mannschaftsführer, und der war auch recht froh ob dieser Hilfe, denn wie hat er heute so schön formuliert. "Ich hätte das nie gewonnen, aber offensichtlich war es gut..."

Rückblickend möchte ich mich bei den vielen Fans bedanken, die uns moralisch unterstützt haben und vor allem bei den Spielern für den vorbildlichen Einsatz und die interessanten Partien.

 

Detailierte Informationen findet ihr ab besten bei chess-results.

lg
Didi

 

Abschließend noch ein paar bildliche Eindrücke vom Wochenende....Bilder


Drucken