1.Taufkirchner Schnellschachturnier

Lustiges Favoritensterben beim 1. Taufkirchner Schnellschachturnier.

Sonntag, kurz nach Mittag. Der Turniersaal ist perfekt vorbereitet. Das Buffet ist aufgebaut und das Team um TurnierleiterHölzl Herbert wartet gespannt auf die ersten Teilnehmer.


Noch kann man nicht abschätzen, wie viele Teilnehmer man durch die (beinahe) Terminkollision mit dem Dachsteinturnier verloren hat. Aber Petrus meint es gut mit uns. Er versteckt die Sonne hinter den Regenwolken und so hofft man doch auf ein ordentliches Teilnehmerfeld. Und man hofft nicht umsonst, mit 38 Teilnehmern kann man fürs erste schon mal zufrieden sein. Auch die Herkunft und die Qualität der Teilnehmer sind durchaus beachtlich. Salzburg, Linz, Passau, Wels, Grieskirchen, Ried und einige kleinere Orte in Bayern und Oberösterreich haben Vertreter zu unserem Turnier entsendet. Also startet man frohen Mutes das Turnier. Vorne in der Setzliste findet man 3 Titelträger und zwei sehr starke junge Spieler aus dem niederbayrischen Raum. Da werden schon die ersten Prognosen abgegeben, doch es kommt alles anders…

Die Titelträger werden von einer Horde junger Wilder niedergemäht und haben mit dem Titelkampf gar nichts zu tun. Da bleibt nur mehr die Frage, wer den die Nase vorne hätte wenn es einen Preis für den am wenigsten schlecht spielenden Titelträger geben würde. Gibt es aber nicht! Also konzentrieren wir uns mal auf die guten Schachspieler.

Turniersieger wurde Severin Humenberger mit einer hervorragenden Leistung von 6 Siegen in 7 Runden. Damit setzt er ein deutliches Zeichen dafür, dass Wels nun wieder einen starken und aufstrebenden Schachklub besitzt.


Zweiter wurde Uwe Kleibel. Er konnte als einziger dem Turniersieger eine Niederlage zufügen, wurde aber leider ein Opfer seiner Friedfertigkeit. Drei Remisen verhinderten seinen Turniersieg. Ihr braucht übrigens nicht mehr nach seiner Adresse zu fragen, er wird bereits beim Sauwald angemeldet.


Dritter wurde der ebenfalls sehr gut spielende Anton Ott aus Röhrnbach, ebenso wie Kleibel ein Niederbayer.


Rang 4 ging an Sauwald –Jungstar Christoph Maier. Der damit wieder mal eine tolle Talentprobe ablegte, und hätte er etwas mehr geschlafen, wer weiß? Vielleicht wäre noch mehr drinnen gewesen. Schließlich war er heute der einzige mit einem Fidemeister-Skalp am Gürtel.


Rang 5 war der Überraschungsmann schlechthin. Herbert Rabengruber spielte ein super Turnier. Und nein, das war kein Glück und auch kein Ausrutscher des Schweizer Systems, den Herbert kam nicht von hinten. Im Gegenteil, Herbert hat die letzte Runde auf Brett 1 verloren, sonst wäre er sogar noch Turniersieger geworden. So aber durfte er sich mit dem Kategoriepreis für den besten Spieler unter 1700 trösten.


Hinter den „niedergemähten“ Titelträgern Hiermann und Obermayr folgen auf den Rängen 8 und 9 noch zwei Spieler, welche es absolut verdient haben hier noch erwähnt zu werden.


Christoph Zauner leitete in Runde 2 mit seinem Siege über Nr. 2 die Jagd auf die Titelträger ein, und führte das Feld zwischendurch an. Leider konnte er sein enormes Tempo nicht bis zum Schluss durchhalten.


Und auch Christian Wimmer spielte ein ausgesprochen gutes Turnier. Erst die etwas unglückliche Schlussrundenniederlage warf ihn aus dem Titelrennen, nachdem er in Runde 6 noch auf Brett 1 remisiert hat.


Beste, wenngleich auch einzige, weibliche Teilnehmerin war, wie nicht anders zu erwarten, natürlich unser aller Liebling,Regina Heyne. Sie reiste heute gemeinsam mit ihrem Papa an, fuhr aber etwas später nach Hause.


Besonders erfreulich war auch die Teilnahme vieler jüngerer Spieler an diesem Turnier. Bei der Jugendwertung gab es ein für Sauwald gewohntes Bild es siegte Reitinger vor Reitinger und Windhager. Und doch war dieses mal etwas anders.


Denn dieses Mal hatte Jakob Reitinger die Nase vorne. Jackson durfte als Belohnung für seine 2,5 Punkte die Siegestrophäe mit nach Hause nehmen. Seriensieger Simon Reitinger belegt Rang 2 punktegleich mit Pascal Windhager aus Riedau.

Bestens versorgt wurden wir vom Buffet-Meister Rudolf Bittner und seiner lieblichen Gehilfin Martina Reitinger.

Und wie so oft hatten alle Teilnehmer viel Spaß an der schönen Veranstaltung. Alle? Nein, nicht alle! Ein mürrischer kleiner gallischer Hinkistein tat es Petrus gleich und versteckte sein sonst so sonniges Gemüt hinter dunklen Gewitterwolken. Aber auf Regen folgt Sonnenschein und auch Hinki wird wieder glücklich sein.


Turnierdetails gibt es bei Chess-Results. und in Kürze auf der Homepage des Landesverbandes OÖ.



Liebe Grüße von Didi!