Oberösterreich Masters 2009

 


SCHÜLERLIGAFINALE IN TAUFKIRCHEN/PRAM


Im Mühlviertel konnte sich kein Verein dazu durchringen, wieder einmal die Schlussveranstaltung der Nachwuchsturnierserie zu veranstalten, und so ließ es sich der Landesjugendreferent des OÖ-Schachlandesverbandes nicht nehmen und "riss" das Masters an sich.
Zwar ist es erst drei Jahre her, dass er die Schachjugend nach SCHÄRDING ins Bräustüberl dirigierte, aber er war einfach der Meinung, dass es schachlich kaum Schöneres gibt, als ein großes Jugendturnier durchzuführen und außerdem war er sich sicher, dass er mit seiner Begeisterung für die Sache auch die heimischen Schachfreunde anstecken können werde, denn hier gilt gegen das Motto Wilhelm Tells:Der Starke ist am mächtigsten, wenn er NICHT allein ist!
Liebe Freunde: es ist mir zu komisch, von MIR als ER zu berichten, daher erzähle nun ICH weiter, was los war im Schulzentrum in Taufkirchen...
Zunächst vorneweg: es handelte sich um eine Veranstaltung auf "Landes-Ebene", daher findet ihr einen allgemeinen Bericht auf der Homepage des OÖLV unter http://www.schach.at/ .
Und nun ein etwas "patriotischer" gefärbter Bericht: Als Sauwald-Nachwuchsbetreuer - wieder nicht allein! - waren wir ja schon vor dem Turnier stolz darauf, dass wir gleich 7 der besten 72 Oberösterreicher stellen durften! Einen echten Taufkirchner! und 6 Andorfer Jugendliche!!!!!!





Ich beginne einmal bei den Ältesten: In der Gruppe U16 sind ja die U14-Spieler mit dabei, für sie gibt es (derzeit) noch kein eigenes Turnier: WU YU bestätigte seine jüngsten Erfolge und erkämpfte mit 4 1/2 Punkten den ausgezeichneten Rang 7. MAIER CHRISTOPH (Jung-Didi) konnte sich im Frühling beim letzten Vorturnier gerade noch in den Kreis der Qualifizierten hineinkatapultieren, startete ausgezeichnet mit 2 Siegen, danach geriet der Schachmotor aber etwas ins Stottern, bei den Großen war er einigen noch nicht gewachsen. Mit 3 1/2 Punkten schaffte er aber immer noch einen Platz in der vorderen Hälfte und - in Zusammenschau mit den zuletzt erbrachten Leistungen - konnte er mich davon überzeugen, dass er sich -wie Wu Yu - ebenfalls eine Chance bei der Jugend- und Schüler Bundesländer-mannschaftsmeisterschaft 2009 in Bad Ischl verdient habe (ich schreibe diese Zeilen in Bad Ischl! Nach dem Ausfall eines Scharnsteiner Schachfreundes rutschte Christoph sogar noch als "Notnagel" ins Team OBERÖSTERREICH 1). Nach diesen schönen Erfolgen sind die Erwartungen an die neue Saison hoch gesteckt. Weiter so, ihr beiden!
Von den Großen springe ich zu den Kleinen: Für die U10-Gruppe hatten sich gar drei unserer Youngsters qualifiziert und alle drei dürfen ein weiteres Jahr in dieser Gruppe antreten - das gibt Hoffnung für 2010, vielleicht darf sogar einer bei der heimischen Bundesmeisterschaft in Bad Leonfelden im Juni dabeisein..., wer weiß? REITINGER SIMONerkämpft 3 1/2 Punkte und erreicht damit den beachtlichen Rang 12. Im Vergleich zum Masters 2008 eine deutliche Verbesserung! Gut gemacht, Simon! Ungewöhnlich aus Großfamiliensicht ist lediglich, dass diesmal der Andorfer Cousin REITINGER JAKOB vor ihm liegt. Nach einem enorm starken Turnierbeginn belegt er - trotz zwei Schlappen in den Schlussrunden 6 und 7 mit 4 Punkten Rang 8! Das ist eindeutig sein bisher bestes Schachresultat! Bravo Jakob. Und dann die U10-Sensation aus heimischer Sicht:
WU JIONG spielte scheinbar unbekümmert auf und musste sich nur von den beiden Turnierfavoriten bezwingen lassen. Mit 5 Siegen und der überlegen besten Zweitwertung erreichte er einen Stockerlplatz und durfte als Sonderpreis ebenfalls mit nach Bad Ischl - und die Erfolgswelle ist noch nicht abgerissen, auch auf Bundesebene zeigt er beachtliches Können. (Nach 4 Runden hat er bereits 3 Siege zu verbuchen!) Das Vereins- und Familientraining trägt großartige Früchte. Bravo!
Und warum hab ich mir die U12 für den Schluss des Berichts aufgespart?
... Geduld, liebe Freunde: Zuerst möchte ich noch einmal DANKESCHÖN zu allen Helfern sagen: Bittner Rudi und seiner lieben Christl, Herrn Bürgermeister Josef Gruber, Herrn Schulwart Walter Egger, Lutscher Josef Maier, Stoffel Christoph Zauner, Didi Hiermann, Heli Helmut Gaderbauer, Pr. Herbert Hölzl und - logistisch - Willi Frisch und natürlich allen Eltern unserer Nachwuchshoffnungen und... ich hoffe, niemand vergessen zu haben. Vielen Dank euch allen!
Und nun also zur letzten Gruppe: REITINGER LENA holt - ohne spielfrei! - 2 1/2 Punkte bekleidet auf Rang 18 gleichzeitig den dritten Mädchenrang! Und WU MIN gewinnt 4 Partien und hält einmal Remis. Damit belegt sie nach nicht einmal einem Jahr Schachtraining im Verein als stärkstes Mädchen den ausgezeichneten Rang 5. Eine weitere tolle Leistung. Damit hat auch sie sich die Teilnahme am Bundesturnier in Bad Ischl erkämpft und mich ermutigt, "sehr riskant" aufzustellen: Verena Trenkwalder vom JSV U. Mühlviertel - im Masters landete sie bei der U10 auf Rang 2! - wäre eigentlich Favoritin für das Pflicht-Mädchen-Brett in der Altersklasse U12, aber vielleicht wird unsere Mannschaft noch stärker, wenn sie stattdessen am U10-Brett antritt... wie gesagt, eine riskante Entscheidung... und da ist ja auch noch in meiner Erinnerung, wie stark Wu Min beim Mädchen-Bundes-Schulfinale in Imst aufgezeigt hat... und nach den ersten 4 Runden J+S-BLMM in Bad Ischl: Zwischenbillanz:
Freunde hört und staunt: Verena holt tatsächlich 3 aus 4! Sie bietet mit ihrer starken ELO-Zahl der Mannschaft OÖ 1 die Möglichkeit, die Nachwuchshoffnung Ly Dominik (Masters U10-Sieger!) auf Brett 2 spielen zu lassen (der ELO-Stärkere Spieler muss vorne spielen!), wo er bisher 4 aus 4 gemacht hat und Wu Min? Formal sind die Gegnerinnen viel zu stark, aber WuMin erspielt ebenfalls 4 aus 4... Edi Finger Junior hätte geschrien: I WERD NARRISCH. Der erste Tag hier ist für unser Team sensationell gut verlaufen und nach dem Masters hat sich auch die Hoffnung erfüllt, dass wir ein Team OÖ2 stellen können, das nicht einfach aus falsch verstandener Gastfreundschaft als "Kanonenfutter" herhalten muss... (Wu Yu holte sich vom Klassenkameraden - ein äußerst seltenes Ereignis bei dieser Veranstaltung! - ein Remis und muss auf weitere Erfolge noch warten, Christoph kann die hochgesteckten Erwartungen auch als Ersatzspieler "zu weit oben" erfüllen und erkämpft nach dem freundschaftlichen Remis zwei weitere ganze Punkte: Top!)
Schach, Schach, Schach... und Schule: Ich hoffe, ich konnte euch ein bisschen mitfühlen lassen, wie ereignisreich zu Zeiten das Schachtrainer-Leben verlaufen kann... (WILLI: Ohne dich hätte ich es kaum geschafft - Danke noch einmal!) Wann mach ich das bloß alles? Ich freue mich sehr - mit euch - über die schönen Tage hier und der nächste Bericht wird bald fällig!
lg Benedikt