2.Landesliga 2008: 11.Runde

21. März 2009 gemeinsame ABSCHLUSSRUNDE in ALTENFELDEN

SAUWALD 2 - KIRCHDORF 1

Die Ausgangslage war äußerst dramatisch, Zuschauer wiesen darauf hin, dass sie dafür gerne auf den Besuch der zeitgleichen Bundesliga-Runde verzichtet hätten...


Mit je 38 Punkten lagen SAUWALD 2 und Kirchdorf 1 gleichauf, verfolgt von VOEST Linz 1 (37 1/2). Damit war klar:WIR BRAUCHEN MINDESTENS EIN 4 : 4, aber wie sollen wir das bewerkstelligen? Spekulationen, ob vielleicht auch ein 3 1/2 : 4 1/2 reichen könnte, wollten wir möglichst vermeiden, aber der Spielverlauf zwang uns dazu, genau nachzurechnen...

Wir versuchten - den Umständen entsprechend - möglichst stark an den Start zu gehen, um uns wenigstens im Nachhinein diesbezüglich keine Worwürfe machen zu müssen...
15 Uhr ++ auf geht's
17:10 Uhr: Brett 1: HOLZER Richard - DI. SANDNER Wolfgang war nach etwa 2 Stunden bereits im Remishafen angelangt - passt.

18:30 Uhr: Brett 4: FRISCH Willi - WINKLER Harald... Willi ist nach etwas mehr als 3 Stunden Kampf unter der Elo-Übermacht zusammengekracht: 0 : 1
19:10 Uhr: Brett 8: KURAN Wilfried B. - KUSCHE Heinz: Die Heimanalyse hat mir gezeigt, dass ich 3 Kampfesstunden lang wieder einmal viel zu optimistisch war mit meiner Stellungsbeurteilung. In der 4. Stunde hat mein Optimismus diesmal aber Frucht getragen und die Schlappe von Willi war ausgemerzt: 1 : 0 und damit insgesamt 1 1/2 zu 1 1/2 und die Chancen waren intakt, wenngleich ich sagen muss: einige Bretter gefielen mir gar nicht so gut, wie das meine...

19:40 Uhr: Brett 3: KURAN Avelino - STEINERMAYR Thomas: Winnetou hätte laut gerufen: Uff Uff. Schon das Überstehen der Zeitnot war fast unglaublich: Lino hatte nach kaum mehr als 20 Zügen nur noch etwa 4-5 Minuten auf der Uhr. Trotzdem gelang es ihm, diese Spielphase ohne allzu grobe weitere Schäden zu überstehen, die Lage blieb einigermaßen hoffnungslos, aber Avelino mobilisierte alle Reserven und tüftelte an wilden Ideen, wie die Sache doch noch rettbar werden könnte und nach 4 1/2 Stunde hatte die Preisgabe eines ganzen Turmes wunderbarerweise dazu geführt, dass sein Dauerschach nicht mehr abgewehrt werden konnte: Remis und 2 : 2. Liebe Freunde: bringt euren Kindern das Schachspielen bei, vielleicht machen sie euch eines Tages auch solche Freude - Respekt, mein Sohn - ich denke daran, nächstens mit Hut an den Start zu gehen, damit ich ihn dann rechtzeitig ziehen kann: Hut ab! Vorweg: auch wenn wir es insgesamt dann doch nicht so geschafft haben, wie wir wollten, das war toll, und soll nicht einfach in Vergessenheit geraten. Und 5 1/2 Punkte aus 7 Schwarz-Partien und nur 1 mal Weiß muss dir auch erst einmal einer nachmachen...
 

20:10 Uhr: Brett 2: IM SCHMIDT Peter - BINDER Michael: Pete konnte mit Mühe und sehr konzentriert das Remiserreichen. Michi hatte zwischenzeitlich abgelehnt, die Chance, einen IM zu besiegen ergibt sich nicht jeden Tag im Leben eines aufstrebenden A-Kader-Spielers... Meine Hochachtung gilt beiden Spielern. Schön, dass die stärksten am Brett 2 aufeinandertrafen.

Mit 2 1/2 zu 2 1/2 lagen auch beide Teams im Rahmen ihrer Hoffnungen, allerdings war die Lage an den verbleibenden drei Brettern aus Sauwald-Sicht nicht gerade rosig. Und dann lief da auch noch in der anderen Saalecke so eine letzte Partie, von deren Ausgang es abhing, ob uns vielleicht auch 3 1/2 Punkte schon zum sicheren Klassenerhalt genügen würden, das verbesserte aber weder Konzentration noch Nervenkostüm... ach du meine Güte DRAMATIK pur!
20:20 Uhr: Brett 7: ZAUNER Christoph - ARZT Andreas: In dieses Brett hatte die größer werdende SAUWALD-KIRCHDORF-Zuschauertraube eigentlich noch die größeren Hoffnungen gesetzt: Gewinnen wird es Stoffel nicht mehr leicht, aber Remis-Halten könnte möglich sein, wo doch einstens alle Turmendspiele so endeten, aber plötzlich machte es einen geistigen Rumpler und die Sache war entschieden: 0 : 1 und insgesamt 2 1/2 : 3 1/2. Kirchdorf war fast durch und unser Hoffnungslichterl glimmte immer unbeholfener und die Partie im anderen Saaleck war nach wie vor unklar... Ja und dann ging es Schlag auf Schlag:

20:50 Uhr: Brett 6: HÖLZL Herbert - WURMHÖRINGER Günter: Unser Präsi war ziemlich an den hinteren Spielfeldrand gespielt worden und nun erlöste ihn ein tödlicher Läuferspieß von weiteren verzweifelten Remisklammerversuchen: 0:1 und 2 1/2 : 4 1/2. Kirchdorf hat sich retten können!
Und wenn jetzt noch....? Hans: nach diesen 6 Minuten Restbedenkzeit gibt es keinen weiteren Bonus (Mannschaftsführer-Zeitbelehrung...) und Pete legt nach: Hans, du musst gewinnen! 
Und wenn dann vielleicht noch die Partie in der Saalecke... - aber was: von dort kommt die letztes-Tropferl-überlauf-Hiobs-Eilt-Meldung: Der gewinnt nicht, ganz im Gegenteil...
20:20 Uhr: Brett 5: MARTIN Johann - KALTENBRUNNER Werner: es laufen nur mehr die allerletzten der 48 Partien im Saal und mit nur 2 Minuten Restzeit nimmt Hans die Gelegenheit der Zugwiederholung und damit das Abschluss-Remis mit auf die Heimreise: jetzt hätte auch der greifbar nahe Sieg in dieser letzten Partie der Saison 2008/09 nicht mehr dazu geführt, unser Team vom drittletzten Tabellenrang weg zu bringen... mit 3 : 5 schließen wir den Wettkampf ab und landen mit 41 erspielten Punkten auf Rang 10.
Wir steigen also ab - es sei denn - ein winziges Strohhälmchen der Hoffnung bleibt uns, wenn weniger Mannschaften absteigen müssen...
Aber Freunde: Jedenfalls haben wir an diesem Tag nicht die Freude am königlichen Spiel verloren
die spitzen Bemerkungen der Kollegenschaft - "ja wenn ihr schon früher so aufgestellt hättet..." ertrage ich gerne - wir müssen uns jedenfalls nicht den Vorwurf machen, nicht doch noch alles versucht zu haben... Danke allen Freunden für ihre Bereitschaft zum Mitmachen, und nächstes Jahr geht es weiter - ach, was sag ich: nächste Woche!
lg Benedikt