Fazit Lienz Open 2009

Fazit über eine tolle Woche in Lienz

 
An dieser Stelle möchte ich mich zuerst einmal noch ganz herzlich bei den Organisatoren, allen voran Georg Weiler, für das tolle Turnier bedanken. Er und sein Team sorgten für einen reibungslosen Ablauf und viele schöne Erinnerungen. Ein Turnier mit solch einem Rahmenprogramm sucht seinesgleichen!

Besonders gut gefielen mir auch die Ergebnismeldungszettel, wo man auf einen Blick sehen konnte, wer gegen wen wie bereits gespielt hatte.
Aber da er diesen Bericht wahrscheinlich nicht mehr lesen wird, werde ich ihm noch eine gesonderte eMail schicken.
Das Turnier war wieder ein Beweis dafür, wie schön unser Sport ist: Viele Leute unterschiedlicher Nationen und Kulturen knüpfen über das Brett hinweg neue Kontakte. Auch ich habe in dieser Woche viele neue und – was das wichtigste ist – nette Leute kennengelernt, aber auch altbekannte Gesichter wieder mal gesehen. Das hat mich sehr gefreut und ich hoffe, dass mir die alten und neuen Bekanntschaften noch länger erhalten bleiben.

In der letzten Runde war Regina als erste fertig. Über das Ergebnis und vor allem den Verlauf der Partie muss hier allerdings aus jugendschutzrechtlichen Gründen geschwiegen werden. Hao konnte nach ziemlich genau einer Stunde die Uhr abstellen. Sein Gegner war leider nicht erschienen. Ist ihm sein Ruf bezüglich der Spielstärke vorausgeeilt und sein Kontrahent hat sich deshalb nicht getraut, zur Partie anzutreten? Nun aber zu den vier wichtigsten Sauwaldlern: Bei ihnen ging es um die Mannschaftswertung und somit um die Sicherstellung des dritten Platzes. Dazu beigetragen haben Stoffi und Lutscha in der letzten Runde leider nichts. Positiv sei jedoch erwähnt, dass sie auch keine Minuspunkte verursachten. Didi ging zum Schluss des Turniers die Puste aus und er hölzlte (zu deutsch: remiselte). Manchen passiert das in EINEM Mannschaftskampf, anderen zum Ende eines Konditionsturniers mit neun Runden. Basti sicherte sich mit einem fulminanten Sieg, über den man noch in zwei Jahren auf dieser Homepage (im Archiv) lesen kann, seinen VIERTEN Platz. Basti, wir sind stolz auf dich! Dies war trotz eines Remis gegen einen schwachen FM in der siebten Runde möglich. Didi lag in der Schlusswertung dank guter Buchholz aber auch nur zwei Plätze dahinter. Didi, wir sind auch stolz auf dich!
Der enorme Größenunterschied zwischen Kilgus Georg und Didi, welcher bei der Siegerehrung auffiel, stellt uns vor eine Frage: Ist Georg zu groß oder Didi zu klein? Oder gleicht der eine den anderen aus?

Kurze Zusammenfassung der Geschehnisse in Lienz: 

- Das „YH-Auto“ versuchte, einem drohendem, Schneesturm auszuweichen und geriet in einen noch größeren.
- Lutscha freute sich über seine täglich gewärmte Bettdecke.
- Manche wunderten sich, wie schnell man nach Fort Knox kommen kann ...
- Didi bekam eine dringend benötigte Unterrichtsstunde von einem Mitglied des Bundesjugendkaders.
- Hao bewies in Lienz seine schnelle Auffassungsgabe und zeigte sich bald als würdiges Sauwaldmitglied.
- Basti schrammte mit vier aus neun möglichen Remisen nur knapp an den 50 % und somit an dem Titel „Herbert“ vorbei. Als Trostpflaster sei hier erwähnt, dass er sich aber eine „NM-Norm“ erspielt hat. Er freut sich sehr, dadurch bald seinen MK loszuwerden. Herzlichen Glückwunsch an dieser Stelle für diese tolle Leistung.
- Basti wunderte sich, warum Kasparov plötzlich geschrumpft war.

Diese Woche kam noch einiges anderes zum Vorschein: 

Sauwaldlerische Krankheiten:
Komischerweise klagten alle Sauwaldler nach einer Woche mit Regina über Tinnitus respektive verminderte Hörfähigkeit.

Lutschas Führungsqualitäten:
Diese zeigte er, als er Regina sicher von der Schneeschuhwanderung ins Wirtshaus führte.

Reginas Überlebensinstinkt:
Sie entkam in Zimmer 23 nur knapp dem Kältetod und überlebte mit einigen Frostbeulen.

Stoffis Höflichkeit:
Er zeigte gute Manieren, als er sich bei der Tochter von seinem Gegner für seinen Sieg entschuldigte.

Sauwaldlerische Krankheiten Teil II:
Stoffis Schlafitis ist ansteckend. Nach wenigen Tagen war Hao infiziert.

Lutschas Modestil:
Er bemerkte, dass ihm Lila viel besser steht als Hellblau und wird seinen Kleidungsstil künftig an dieser Farbe orientieren.

Reginas gute Menschenkenntnis:
„Des is a ganz a Liabe!“

Sauwaldlerische Wettsucht:
Niemand war sich für keine Wette zu schade.

Reginas Naivität:
Sie glaubte doch tatsächlich, GEMEINSAM mit hier nicht näher beschriebenen Sauwaldlern einen RUHIGEN Nachmittag im Schwimmbad verbringen zu können. Die anderen waren jedoch so nett und brachten ihr siebenmal das Schwimmen bei, egal ob mit oder ohne Brille.

Die Erkenntnis, dass der Mensch ein Gewohnheitstier ist:
Lutscha hatte sich so an die nächtlichen Motorengeräusche eines Traktors gewöhnt, dass er künftig zum Einschlafen einen Kompressor neben seinem Bett laufen lassen wird.

Übrigens: 

Die Redaktion erreichte ein anonymer Brief aus Deutschland, indem sich der/die Briefeschreiber(in) noch mal ganz herzlich für die tollen Valentinstagsgeschenke bedankte.

Und, last but noch least: Die von allen heiß erwartete „Benne-Statistik,“ benannt nach ihrem Erfinder. Hao ging auch zum Ende des Turniers hin die Puste nicht aus und so ließ er sich seinen Spitzenplatz mit durchschnittlich 51 Zügen nicht nehmen. Unser starker FM konnte sich zum Schluss hin mit 46 Zügen noch auf den zweiten Platz hieven. Im Tunier nur Vierter, schaffte Basti bei diesem Wettbewerb sogar den dritten Platz mit 45 Zügen. Regina lag mit 38 Zügen knapp vor Lutscha, der durchschnittlich 37 mal pro Partie die Hand gehoben hat. Schlafitis wirkt sich anscheinend auch auf Partien aus, denn Stoffi bildete mit 31 Zügen das Schlusslicht.

Aus den meterhohen Schneebergen zurück
grüßt: Regina